Ginostra: Vulkanlandschaft, Küste und Wege auf Stromboli
Die Besonderheit Ginostras zeigt sich bereits in seiner Lage: Der Ort ist eines der zwei bewohnten Zentren auf der Insel Stromboli. Stromboli ist eine vulkanische Insel, ein Naturschutzgebiet und UNESCO-Erbe. Ginostra verbindet damit eine klar erkennbare Ortsstruktur mit Landschaften und Erlebnissen, die eng mit dem Vulkan, der Küste und den Wegen über die Insel verbunden sind.
Äolische Architektur und terrassierte Landschaft
Die Häuser von Ginostra sind vollständig im strikt äolischen Baustil errichtet. Ihr Umfeld bilden terrassierte Anbauflächen, die durch Trockenmauern begrenzt sind. Auf diesen Flächen wachsen Olivenbäume und Feigenkakteen. So lässt sich der Ort nicht nur über einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern auch über das Zusammenspiel von Bauweise, landwirtschaftlich geprägten Terrassen und vulkanischer Inselnatur kennenlernen.
Zur örtlichen Kultur gehört die Pfarrei San Vincenzo Ferreri. Auf dem erhöhten Timpone von Ginostra auf Stromboli wurde im Jahr 1615 ein Oratorium zu Ehren des San Vincenzo Ferreri errichtet. Beide Orte geben dem Aufenthalt eine kulturelle Orientierung, die sich mit den Naturerlebnissen der Insel verbinden lässt.
Wege zur Portella Ginostra und zum Pizzo
Für aktive Entdeckungen ist der Weg von Ginostra zur Portella Ginostra besonders konkret beschrieben: Er erreicht eine Höhe von 800 Metern, verläuft am westlichen Rand der Sciara del Fuoco entlang und führt weiter zum Pizzo. Von der Portella Ginostra aus kann man die eruptive Tätigkeit des Südwestkraters beobachten. Diese Wegführung verbindet den Ausgangspunkt Ginostra mit einem Höhenziel und mit einem direkten Blick auf die vulkanische Aktivität.
Auch der Weg von Punta dei Corvi besitzt einen eigenen landschaftlichen Charakter. Er führt über Trockenmauern, die für den Anbau von Kapern errichtet wurden. Dadurch begegnen sich auf den Wegen nicht nur vulkanische Formen, sondern auch Spuren der traditionellen Nutzung des Geländes. Für eine Reiseplanung mit unterschiedlichen Interessen bietet Ginostra damit sowohl Naturbeobachtungen als auch kulturell geprägte Landschaftseindrücke.
Vulkan, Meer und Küstenziele
Von Ginostra aus kann man bei einem Vulkanausflug die rote Lavaströmung der Sciara del Fuoco sehen, die besonders nachts eindrucksvoll ist. Wer den Blick eher auf die Küste richtet, findet bei Ginostra die Piscinette. Dabei handelt es sich um natürliche Becken, die entstehen, wenn Meerwasser zwischen die Felsen eindringt. Zu den Küstenzielen bei Ginostra gehört außerdem der Strand San Lazzaro.
Vor Ginostra liegt in 15 bis 20 Metern Tiefe das Wrack eines alten Militärschiffs. Das Wrack ist damit ein weiterer konkret benannter Bestandteil der Meereslandschaft vor dem Ort, ohne dass daraus eine bestimmte Form des Zugangs abgeleitet werden sollte. Für die Orientierung vor Ort ist außerdem wichtig: Der Zugang zu den Wanderwegen auf Stromboli, auf dem Ginostra liegt, wird abhängig von der vulkanischen Aktivität durch Anordnungen des Bürgermeisters von Lipari geregelt. Auch das Baden und die Schifffahrt in den Gewässern vor Stromboli, insbesondere gegenüber der Sciara del Fuoco, werden wegen der mit der vulkanischen Aktivität verbundenen Gefahren durch Anordnungen der Hafenbehörde geregelt.
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Für die weitere Ortsauswahl stehen außerdem Floresta (Floresta), San Pier Niceto (San Pier Niceto), Scaletta Marina (Scaletta Marina), Tindari (Tindari), Pianoconte (Pianoconte), Moio Alcantara (Moio Alcantara), Roccavaldina (Roccavaldina) und Raccuja (Raccuja) zur Verfügung.
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