Rometta: Byzantinische Geschichte und Wege durch die Natur

Rometta ist ein Ziel für Reisende, die auf Sizilien historische Spuren und naturreiche Wege miteinander verbinden möchten. Besonders eindrucksvoll ist die byzantinische Vergangenheit des Ortes: Sie begegnet Ihnen in einer Kirche aus dem 5. oder 6. Jahrhundert, in der Geschichte der befestigten Stadt und in einer Route, die Rometta zwischen den Nebrodi und den Peloritani einordnet. Dazu kommen ein historischer Umzug und ein Waldgebiet bei Bosco di San Leone.

Byzantinische und normannische Spuren

Die Chiesa Bizantina stammt aus dem 5. oder 6. Jahrhundert. Sie ist das einzige bis heute intakt erhaltene Sakralgebäude aus byzantinischer Zeit. Damit besitzt Rometta ein klar bestimmtes historisches Zeugnis, dessen zeitliche Einordnung weit vor vielen späteren Bauwerken liegt. Eine weitere wichtige Station ist die Chiesa Madre di Santa Maria Assunta. Ihre ursprüngliche Struktur stammt aus dem 11. Jahrhundert und hatte in normannischer Zeit einen basilikalen Grundriss mit drei Schiffen und einem Querschiff. Der basilikale Grundriss ordnet drei Schiffe in Längsrichtung und ergänzt sie um ein quer verlaufendes Querschiff.

Stadtbefestigung und historische Darstellung

Porta Messina, auch Porta Castello genannt, war einer von zwei Zugängen zur befestigten Stadt Rometta. Bei kürzlich durchgeführten Ausgrabungen an der Porta Messina wurden die Verteidigungsanlagen zum Schutz des Eingangs freigelegt. Für die Beschäftigung mit der Ortsgeschichte ist dadurch nicht nur der Name eines Stadttores überliefert, sondern auch die dokumentierte Verbindung zu den Anlagen, die diesen Zugang schützten. Die historische Perspektive wird durch den Corteo Storico-Bizantino di Rometta ergänzt. Er umfasst zwei kostümierte Umzüge, die Byzantiner und arabische Belagerer darstellen. Die Darstellung greift damit zwei klar benannte historische Gruppen auf, ohne die Geschichte auf ein einzelnes Bauwerk zu beschränken.

Via Francigena Normanna und Bosco di San Leone

Rometta liegt an der Via Francigena Normanna im Abschnitt zwischen den Nebrodi und den Peloritani. Auf dieser Via wird Rometta wegen seiner Nekropolen hervorgehoben. Für Sie entsteht so ein historischer Blick auf den Ort, der nicht nur von Kirchen und Befestigungsanlagen ausgeht, sondern auch von den Spuren entlang eines überregional bezeichneten Wegabschnitts. Der beschriebene Weg durch die Umgebung von Bosco di San Leone führt durch ein Waldgebiet, das hauptsächlich aus Flaumeichen und Steineichen besteht. Zur naturreichen Umgebung von Rometta gehören außerdem die Chiesa di San Leone und das ehemalige Kloster San Leone. Gerade diese Verbindung aus Waldgebiet, Sakralbau und ehemaligem Kloster gibt der Umgebung mehrere unterscheidbare Themen.

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