Spadafora zwischen Küste und Ortsgeschichte
Spadafora zwischen Küste und Ortsgeschichte
Spadafora verbindet die tyrrhenische Küste mit einer bemerkenswert vielseitigen Ortsgeschichte. Der prägende Küstenraum ist die Uferpromenade, die auch Lungomare Nauloco genannt wird. Sie erstreckt sich über etwa 4 km zwischen Rometta Marea und Venetico. Für Ihre Orientierung bei der Wahl einer Unterkunft ist dieser Küstenbezug ebenso relevant wie die kulturellen Ziele im Ort und in den Ortsteilen: Die dokumentierten Sehenswürdigkeiten reichen von Kirchen und einem Castello bis zum Borgo di Grangiara.
Die Uferpromenade als Küstenraum
Die Uferpromenade von Spadafora kann kostenlos und ohne zeitliche Einschränkungen genutzt werden. Entlang der Via Lungomare und in den angrenzenden Straßen stehen öffentliche Parkplätze zur Verfügung. In der Nähe liegen außerdem Haltestellen des örtlichen öffentlichen Verkehrs; mehrere barrierefreie Zugänge erleichtern den Zugang zur Promenade. Damit bietet der Lungomare einen klaren Bezugspunkt für alle, die bei ihrem Aufenthalt die Küste in den Mittelpunkt stellen möchten, ohne dass daraus eine Aussage über einzelne Unterkünfte abgeleitet werden muss.
Gegenüber der Uferpromenade liegt der Parco Sportivo San Giuseppe. Dort gibt es Geräte für körperliche Betätigung im Freien und Grünflächen, die für Familien und Sporttreibende geeignet sind. So liegen Küstenraum und eine Möglichkeit zur Bewegung im Freien in einem gemeinsamen örtlichen Zusammenhang.
Kirchen mit unterschiedlichen Akzenten
Die Chiesa di San Giuseppe ist eine einschiffige Kirche mit polygonaler Apsis, Rundbögen, korinthischen Säulen und einer elliptischen Rippenkuppel. Zugänglich ist sie während religiöser Feiern. Einen anderen zeitlichen Schwerpunkt setzt die Chiesa di San Martino im gleichnamigen Ortsteil von Spadafora: Sie wurde in den 1920er- bis 1930er-Jahren des 20. Jahrhunderts wiederaufgebaut und bewahrt wertvolle polychrome Marmoraltäre aus dem 18. Jahrhundert, die aus der ursprünglichen Kirche stammen.
Zur jüngeren Sakralgeschichte gehört die Chiesa del Sacro Cuore di Gesù. Sie wurde 1939 von dem Ingenieur Barbaro aus Messina errichtet. Über dem Hochaltar befindet sich ein Gemälde von Bonanno aus Messina aus dem Jahr 1945, das an die mit der Kirche verbundene Erscheinung erinnert. In Grangiara steht außerdem die Chiesa della Madonna del Carmine, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut wurde und ihre ursprünglichen schlichten und wesentlichen architektonischen Merkmale bewahrt.
Castello, Festtage und lokale Tradition
Das Castello di Spadafora wird von der Gemeindeverwaltung und der Pro Loco di Spadafora für zahlreiche kulturelle Veranstaltungen genutzt. Auf Anfrage ist das Castello kostenlos zugänglich. Für Ihre Planung ist daher zwischen den dauerhaft beschriebenen Ortsmerkmalen und diesem ausdrücklich anfrageabhängigen Zugang zu unterscheiden.
Eine besondere Verbindung von religiöser Feier und lokaler Tradition prägt die Patronatsfeierlichkeiten zu Ehren des heiligen Josef. Sie finden am Sonntag nach dem dritten Donnerstag im Juli statt und fallen mit der traditionellen Viehmesse zusammen. Bei der Processione di San Giuseppe wird die Statue durch Spadafora getragen, zur Segnung dem Meer zugewandt und anschließend zur Chiesa di San Giuseppe zurückgebracht.
Grangiara als weiterer Orientierungspunkt
Das Borgo di Grangiara liegt etwa 1.500 Meter vom Zentrum von Spadafora entfernt. Es ist zu Fuß und mit dem Auto erreichbar und gilt als rund um die Uhr öffentlich zugänglich. Landwirtschaftlich werden in Grangiara Olivenöl, Wein und Zitrusfrüchte, insbesondere Zitronen, produziert. Damit ergänzt der Ortsteil den Küstenraum um einen eigenen kulturellen und landwirtschaftlichen Bezug.
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