Porto Palo Di Menfi – Küste, Geschichte und feiner Sand
Porto Palo ist ein alter Fischerort im Zentrum einer weiten Bucht. Die weißen Häuser haben den alten Charakter der Fischersiedlung bewahrt, während die Küste aus hellem, sehr feinem Sand besteht. Der Hafen wird sowohl von Sportbooten als auch von Fischerbooten genutzt. Für den Strand von Porto Palo ist barrierefreier Zugang angegeben. Damit verbindet der Ort maritime Atmosphäre, ein deutlich erkennbares historisches Ortsbild und einen Küstenabschnitt, der sich gut als Ausgangspunkt für unterschiedliche Entdeckungen auf Sizilien einordnen lässt.
Küste und Natur westlich von Porto Palo
Westlich von Porto Palo umfasst das Naturschutzgebiet an der Mündung des Belìce 129 Hektar. Zu diesem nahen Landschaftsraum gehören Dünen, typische Sumpfvegetation an der Flussmündung und immergrüne mediterrane Macchia im Landesinneren. Einen anderen Küstencharakter zeigt die Solette-Küste westlich von Porto Palo: Niedrige Lehmhügel senken sich sanft zum Meer ab und bilden sandige Buchten mit einzelnen aufragenden Felsen. Untergetauchte Felsen und mediterrane Wasserpflanzen fördern dort die Biodiversität. Wer für den Aufenthalt nicht nur den Sandstrand, sondern auch wechselnde Landschaftsbilder sucht, findet in der näheren Umgebung deshalb einen klaren Gegensatz zwischen weiter Bucht, Flussmündung und gegliederter Küste.
Wachturm, Kapelle und antike Spuren
Zu den markanten historischen Bezügen gehört der Küstenwachturm von Porto Palo, auch Torre anticorsara genannt. Er wurde 1583 zum Schutz der Stadt vor Angriffen von Korsaren errichtet. Der antikorsarische Wachturm steht auf der Hügelkuppe über Porto Palo und überblickt ein Panorama. In der Nähe des antiken Wachturms wurde um 1840 eine der Madonna delle Grazie gewidmete Kapelle errichtet. Porto Palo war außerdem der antike östliche Anlandeplatz des nahe gelegenen Selinunte.
Bei Porto Palo di Menfi befindet sich ein punisch-römisches Schiffswrack. Es gehörte zu einem römischen Handelsschiff, das im 2. bis 1. Jahrhundert v. Chr. sank. Die dominante Ladung bestand aus punischen und griechisch-italischen Amphoren. In einigen Amphoren blieben Rückstände von Fischgräten und Wirbeln kleiner Thunfische im Zusammenhang mit Garum erhalten. Geborgene Amphoren aus dem Wrack wurden in den Räumen der Federico II Cultural Foundation der Gemeinde Menfi hinterlegt. Diese Details geben der Küste neben ihrem heutigen Ortsbild eine konkrete Verbindung zur antiken Schifffahrt und zum Warenverkehr.
Radweg durch den maritimen Ortsteil
Eine aktive Möglichkeit, die Umgebung zu erkunden, bietet der Radweg von Menfi. Er entstand durch die Umnutzung der früheren Bahnstrecke Castelvetrano–Ribera für einen umweltverträglichen Tourismus und führt durch den maritimen Ortsteil Portopalo. Der westliche Abschnitt verläuft vom ehemaligen Bahnhof von Menfi durch Porto Palo bis zum Vallone Gurra di Mare und ist 7.943,95 Meter lang. Auf dem Radweg ist die Fortbewegung mit allen nicht motorisierten Verkehrsmitteln gestattet, darunter Fahrräder und Elektrofahrzeuge. Die Strecke bringt damit die ehemalige Bahntrasse, den Ortsteil am Meer und das Landschaftserlebnis in eine gemeinsame, klar beschriebene Verbindung.
Hafenleben und maritime Veranstaltungen
Auch Veranstaltungen greifen die Beziehung von Porto Palo zum Wasser auf. Die „Barcolana di Porto Palo“ findet jedes Jahr statt. Die Inycon Sailing Cup in Porto Palo war die sechste Ausgabe. Vom 11. bis 13. Juli fand in Porto Palo di Menfi außerdem der vierte von der Lega Navale Italiana organisierte Bio-Schnorchelkurs statt. Bei einem Fest führt eine Prozession mit der kleinen Statue der Madonna delle Grazie, begleitet von einer Musikkapelle, durch die Hauptstraße des Seefahrerdorfs bis zum Molo und setzt sich dort per Boot fort.
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Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.comOrientierung für die Anreise und weitere Ziele
Für Autofahrten ab Palermo führt die angegebene Route über die A29 in Richtung Mazara del Vallo, die Ausfahrt Castelvetrano, die SS115 in Richtung Sciacca und die Ausfahrt Menfi (Porto Palo). Für weitere Ortsvergleiche finden Sie hier Porto Empedocle, Ravanusa, Castrofilippo, Borsellino, Favara, Montaperto, Casteltermini und Sambuca Di Sicilia.
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