Centuripe zwischen Simeto-Tal und Ätna

Centuripe liegt auf einem Bergrücken zwischen dem Simeto-Tal und dem Ätna. Die auf den Hügeln gelegene Form des Ortes erinnert aus der Vogelperspektive an einen Seestern oder an einen ausgestreckten Menschen. Damit bietet Centuripe einen ungewöhnlichen Ausgangspunkt für eine Reise, bei der Landschaft, Archäologie, Kirchen und regionale Erlebnisse eng nebeneinanderstehen.

Bergrücken, Panoramen und besondere Perspektiven

Ein markanter Aussichtspunkt ist die Villa Corradino. Sie liegt an einem außergewöhnlich aussichtsreichen Ort und bietet Ausblicke auf die Ebene von Catania, das Simeto-Tal und den Ätna. Wer Centuripe nicht nur aus der Ortsmitte, sondern auch aus der Höhe erleben möchte, findet im touristischen Angebot außerdem Heißluftballonfahrten. Von dort reichen die Ausblicke bis zu den Calanchi del Cannizzola und zum Ätna im Hintergrund. So lassen sich die geologische Prägung der Umgebung und die ungewöhnliche Form Centuripes aus unterschiedlichen Blickwinkeln wahrnehmen.

Archäologie und Keramik aus mehreren Epochen

Die Geschichte des Ortes reicht weit zurück: Centuripe wurde im 8. Jahrhundert v. Chr. von den Sikeln gegründet. Während der hellenistischen Zeit entwickelte sich die Stadt zu einem der bedeutendsten Zentren der Terrakottaproduktion auf Sizilien. Besonders charakteristisch sind die sogenannten Centuripine Vases. Diese polychromen Vasen entstanden zwischen dem 3. und 1. Jahrhundert v. Chr. und zeigen mythologische Szenen in leuchtenden Farben. Die Bemalungen wurden nach dem Brennen aufgetragen; reliefartige florale Motive ergänzen ihre Gestaltung.

Das Regionalarchäologische Museum von Centuripe vereint städtische Sammlungen aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts mit Funden aus regulären Ausgrabungen, die seit 1951 durchgeführt werden. Auch der monumentale Komplex „Augustales“ führt in die römische Vergangenheit. Er ist nach einer dort gefundenen Inschrift benannt, die der Augustalen-Quadrumvir Lucius Calpurnius Aphthonetus dem Genius Augustus widmete. Der Komplex war mit großer Wahrscheinlichkeit Teil des römischen Forums von Centuripe. Das als „Corradino Castle“ bezeichnete Gebäude ist dagegen kein gewöhnliches Schloss: Es hat tatsächlich eine funeräre Funktion und stammt aus dem 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr.

Kirchen, Ausstellungsorte und historische Details

Die Kirche San Giuseppe stammt aus dem Jahr 1730 und besitzt einen barocken Innenraum. Bemerkenswert ist außerdem ihr ursprünglicher Fußboden aus weißem Stein, der zu den wenigen noch erhaltenen Böden dieser Art auf Sizilien zählt. Im Experimentellen Kunstzentrum „Il Purgatorio“ befindet sich eine ehemalige Kirche, die in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut und 1645 zur ersten Mutterkirche von Centuripe bestimmt wurde. Im Presbyterium sind pflanzenartige Fresken erhalten, darunter Darstellungen des Opfers Isaaks und der Leiden Hiobs.

Das Ausstellungszentrum „Antiquarium“ befindet sich im Kreuzgang eines ehemaligen Augustinerklosters. Außerhalb von Centuripe liegt das Thermalgebäude „Vagni“ in einem wasserreichen Tal. Eine große Zisterne diente einst dazu, Wasser zu den Thermen zu leiten. Die unterschiedlichen Orte machen sichtbar, wie sich religiöse, römische und alltägliche Spuren über die Jahrhunderte in der Landschaft überlagern.

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Regionale Eindrücke und weitere Ziele

Zum touristischen Angebot gehört auch der Ruralia-Bauernmarkt in Carcaci, Centuripe. Dort umfasst das Programm lokale Produkte, Verkostungen, Unterhaltung und Musik. Wenn Sie für Ihre Sizilienreise neben Centuripe weitere Ortsseiten vergleichen möchten, finden Sie in derselben Auswahl auch Barrafranca, Aidone, Pergusa, Villarosa, Gagliano Castelferrato, Pietraperzia, Nissoria und Valguarnera Caropepe.

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