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Acquedolci: Grotta di San Teodoro, Geschichte und Feste

Unterkünfte in Acquedolci

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Acquedolci verbindet außergewöhnliche Zeugnisse der Urgeschichte mit markanten Bauwerken und lebendigen lokalen Traditionen. Besonders prägend ist die Grotta di San Teodoro: Die Höhle öffnet sich in einer Felswand auf 140 Metern über dem Meeresspiegel und steht für eine lange Geschichte menschlicher Besiedlung. Sie ist außerdem die erste und wichtigste Zeugnisstätte für Bestattungen des Jungpaläolithikums.

Grotta di San Teodoro und die Spuren der Urgeschichte

Die Grotta di San Teodoro bietet mehrere zeitlich unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Vor der Höhle befindet sich eine pleistozäne Seeablagerung aus der Zeit vor etwa 200.000 Jahren. Sie enthält Tausende von Überresten des Flusspferds Hippopotamus pentlandi Meyer. Die jüngere Ablagerung in der Grotta di San Teodoro belegt eine menschliche Besiedlung vor etwa 15.000 bis 11.000 v. Chr. und wird dem späten Epigravettien zugeordnet. Damit reicht die Bedeutung des Ortes von der Naturgeschichte bis in die Menschheitsgeschichte. Die beiden Ablagerungen markieren zwei unterschiedliche Zeitstufen: eine pleistozäne Tierwelt und eine menschliche Besiedlung im späten Epigravettien. Die Bestattungen des Jungpaläolithikums ergänzen diesen zeitlichen Befund um einen weiteren Aspekt der frühen Menschheitsgeschichte.

Im Antiquarium Comunale sind paläontologische und prähistorische Funde aus der nahe gelegenen Grotta di San Teodoro zu sehen. Die dort vertretenen Fundgruppen verbinden die Naturgeschichte mit der Vorgeschichte des Menschen und ergänzen damit die Höhle als archäologischen Ort um eine eigene museale Präsentation.

Historische Bauwerke im Ort

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Baglio del Castello, das auch Castello Larcan-Gravina genannt wird. Es handelt sich um eine befestigte Anlage aus dem 17. bis 18. Jahrhundert. Im Baglio del Castello befindet sich die Chiesetta di San Giuseppe aus dem 16. Jahrhundert. Die Kirche wurde 2004 restauriert und besitzt einen spätbarocken sizilianischen Altar sowie antike Majoliken. Ein anderes wichtiges Baudatum gehört zur Chiesa Madre: Ihr Grundstein wurde 1926 gelegt, 1928 war das Gebäude fertiggestellt. Während das Baglio für eine befestigte Anlage steht, gehört die Chiesetta als Kirche zu einem sakralen Baukontext. Die Chiesa Madre fällt mit ihrer Entstehung in eine deutlich spätere Bauphase als die beiden Bauwerke innerhalb des Baglio. Zusammen ergeben diese Bauwerke ein klar unterscheidbares Bild verschiedener Epochen der Ortsgeschichte.

Traditionen und Feste

Auch der Veranstaltungskalender ist durch überlieferte Bräuche geprägt. Der Carnevale Acquedolcese hat eine sehr alte Tradition und wird von verschiedenen folkloristischen Veranstaltungen begleitet. Die Feierlichkeiten zu San Giuseppe finden am dritten Sonntag im Mai beziehungsweise am Sonntag nach der historischen Fiera di Acquedolci statt. Diese historische Messe findet jedes Jahr am 14. Mai statt. Damit gehören sowohl ein beweglicher Festtermin als auch ein jährlich festgelegtes Datum zum örtlichen Brauchkalender. Wer Acquedolci auswählt, kann damit archäologische Themen, Ortsgeschichte und traditionelle Feste in unterschiedlichen Formen kennenlernen.

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Für die weitere Reiseplanung können Sie auch die Ortsseiten von Mistretta, Milazzo, Terme Vigliatore, Giardini Naxos, Rocca di Capri Leone, Fiumedinisi, Sparta und Locadi aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Messina.

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