Mongiuffi – Kirchen, Aquädukt und historische Wege
Mongiuffi lässt sich über Bauwerke, historische Wege und lebendige religiöse Traditionen entdecken. Kirchen, Kapellen, ein Aquädukt und Feste stehen dabei für unterschiedliche kulturelle und historische Themen. Ergänzt wird dieses Spektrum durch Wege durch die Landschaft.
Historische Bauwerke und besondere Details
Zu den markanten Bauwerken gehört der Palazzo del Marchesato, dessen Bau im Jahr 1640 begann. Die Chiesa San Nicolò di Bari wurde um 1690 errichtet. In ihrem Inneren befinden sich ein Weihwasserbecken und ein Taufbecken aus rotem Taormina-Stein, beide mit dem Wappen der Corvaja. Die Pfarrkirche Chiesa di Santa Maria del Monte Carmelo beherbergt Marmorstatuen der Madonna della Catena und der Madonna della Vena.
Die Chiesa di San Sebastiano ist eine Adelskapelle aus dem 16. Jahrhundert. Ihr Altar des heiligen Josef stammt aus dem Jahr 1644. Einen weiteren Einblick in die religiöse Geschichte bietet die antike Kapelle San Leonardo aus dem 16. Jahrhundert. Sie enthält einen Altar aus dem 17. Jahrhundert mit einem Relief des heiligen Leonardo aus weißem Marmor.
Ein ungewöhnliches historisches Zeugnis ist die Galleria di Postoleone. Sie wurde während des Kriegszeitraums von 1915 bis 1918 in massivem Kalkstein ausgehauen und liegt am Kilometer 4 der SP 11 zwischen Letojanni und Mongiuffi Melia. Die Galleria kann mit jedem Verkehrsmittel durchquert werden.
Wege durch die Landschaft
Die Pianura di Margi ist ein mit Steinen gepflasterter Weg. Er führt durch Bäume zu den Ruinen eines römischen Lagers auf einem bewaldeten Höhenrücken. Damit verbindet dieser Weg eine konkrete Landschaftsszenerie mit einem historischen Ziel. Die Scala Saracena beginnt dagegen in der Contrada Uttara am Ufer des Flusses Ghiodaro, nahe einer alten Wassermühle, und führt zur Contrada Rocche. Sie erreichen die Scala Saracena von der Contrada Uttara aus.
Auch das Acquedotto Greco-Romano, das ebenfalls Acquedotto del Diavolo genannt wird, steht für die lange Geschichte der Umgebung. Es wurde um 200 v. Chr. von den Griechen erbaut, ist etwa 25 Kilometer lang und diente dazu, Wasser nach Taormina zu leiten. Über die Strada provinciale 14 ist das Aquädukt erreichbar. In seiner Nähe entstand zu Beginn des 15. Jahrhunderts das Santuario Madonna della Catena, neben den Ruinen eines griechisch-römischen Aquädukts. Das Heiligtum Madonna della Libera steht auf dem Colle Mongilone und ersetzt eine frühere, der Jungfrau geweihte Bildstockkapelle. A’ Vina ist eine Quelle entlang der Straße zum Santuario Madonna della Catena.
Feste, Prozessionen und lokale Traditionen
Das religiöse Leben zeigt sich besonders in den Festen. Die Festa degli Angeli wurde 1830 von Marchese Francesco Rao Corvaja als Friedensfest eingeführt, um die wiederhergestellte Harmonie zwischen den beiden Gemeinschaften zu bekräftigen. Die sakrale Darstellung dieses Festes wird an jedem Ostermontag wiederholt.
Die Festa di San Sebastiano findet am 20. Januar statt und umfasst eine Prozession durch Melia. Dabei werden gesegnete, aus Brotteig hergestellte Pfeile verteilt, die im Holzofen gebacken wurden. Die Festa di San Leonardo wird am 6. November nach einer vorbereitenden Novene gefeiert; die Prozessionsstatue des Heiligen wird zuvor öffentlich gezeigt. Zum Fest gehört außerdem die Übergabe eines traditionellen geflochtenen Brotes namens Cuddura sowie die Verteilung kleinerer Cuddure an die Teilnehmer der Prozession. Kulinarische und regionale Eindrücke bietet auch die Veranstaltung „San Martino, Odori e sapori della Valle del Ghiodaro“, die jährlich etwa Mitte November stattfindet.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.comAnreise und weitere Ziele
Von Messina aus führt die Anfahrt über die A18 in Richtung Taormina, anschließend über die SS 114 in Richtung Letojanni sowie über die SP 13 und SP 11 in Richtung Mongiuffi Melia. Für die Wahl Ihrer Unterkunft können Sie damit zunächst überlegen, ob bei Ihrem Aufenthalt historische Bauwerke, Wege, religiöse Orte oder ein Fest im Mittelpunkt stehen sollen. So lässt sich die Suche nach einer passenden Unterkunft an der gewünschten Art des Aufenthalts ausrichten, ohne den Ort auf ein einzelnes Ausflugsziel zu reduzieren.
Wenn Sie weitere sizilianische Ziele vergleichen möchten, finden Sie hier [Alcara Li Fusi](Alcara Li Fusi), [Capizzi](Capizzi), [Acquacalda](Acquacalda), [San Pier Niceto](San Pier Niceto), [Sant’Alessio Siculo](Sant’Alessio Siculo), [Lingua](Lingua), [Ginostra](Ginostra) und [Brolo](Brolo).
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Messina.