Savoca: Geschichte, Felslandschaft und Filmkulisse

Savoca liegt im Fels eines zweispitzigen Hügels und verbindet auf engem Raum historische Spuren, markante Landschaften und ein Stück Filmgeschichte. Für Familien und andere Reisende, die Kultur nicht getrennt von Natur erleben möchten, entsteht so ein vielseitiges Bild: Kirchen und mittelalterliche Überreste stehen neben Hügeln, Wald, Fels und Aussichtspunkten. Die Auswahl der Erlebnisse reicht von einem Rundgang durch das historische Zentrum bis zu einem Weg, der bis zum Monte Calvario führt.

Kirchen und mittelalterliche Spuren

Zu den besonderen Bauwerken gehört die Chiesa San Michele. Sie stammt aus der Zeit vor 1250 und diente als Kultstätte des Castello Pentefur. Zwei Portale im gotisch-sizilianischen Stil mit Bögen aus Sandstein geben der Kirche ein klar erkennbares architektonisches Gepräge. Damit erzählt sie nicht nur von ihrer eigenen Baugeschichte, sondern steht zugleich in einer ausdrücklichen Beziehung zur Burganlage.

Am Fuß des Hügels, auf dem das Castello Pentefur steht, liegen die Ruinen der mittelalterlichen Synagoge der jüdischen Gemeinde von Savoca. Diese bestanden bereits 1408. Eine weitere historische Markierung bildet die Porta della Città: Das Stadttor stammt aus dem 12. Jahrhundert und besitzt einen Spitzbogen aus Sandstein. Zusammen mit den Kirchen macht es die Vergangenheit Savocas an mehreren Stellen des Ortes sichtbar, ohne dass die einzelnen Zeugnisse dieselbe Geschichte erzählen.

Wege, Kunst und Filmgeschichte

Der Kreuzweg führt vom Kapuzinerkloster durch die Straßen des historischen Zentrums bis zum Monte Calvario. Seine Stationen sind teilweise in den Fels gehauen. Der Weg verbindet damit religiöse Geschichte, Ortsbild und die für Savoca charakteristische Verbindung von gebauter Umgebung und natürlichem Gestein.

Die Chiesa di Gesù e Maria aus dem 16. Jahrhundert ist in Savoca das einzige erhaltene architektonische Zeugnis des Wirkens der gleichnamigen Bruderschaft. Heute sind von ihr nur die Umfassungsmauern erhalten; im Inneren sind wertvolle florale Friese im Barockstil zu sehen. Für Kulturinteressierte liegt hier ein besonderer Kontrast zwischen dem erhaltenen Dekor und der fragmentarischen Bausubstanz.

Das Centro Filarmonico im historischen Zentrum schafft kulturelle und musikalische Angebote und dient als Treffpunkt für Musik- und Kunstinteressierte. Eine andere, weithin bekannte Facette des Ortes findet sich im Palazzo Trimarchi: Für die Dreharbeiten zu Der Pate wurde dort die Bar Vitelli nachgebildet. Wer sich für sizilianische Geschichte und Film gleichermaßen interessiert, findet in Savoca daher zwei unterschiedliche Zugänge zur Ortskultur.

Felslandschaft und Aussicht

Die Landschaft von Savoca vereint einen Fluss, einen Bach, Hügel, Wald und kahlen Fels. Diese Mischung macht den Ort auch für Reisende interessant, die zwischen kulturellen Eindrücken und Landschaftserlebnissen wechseln möchten. Der Pizzo di Cucco ist ein Aussichtspunkt mit Blick auf Savoca und ergänzt die historischen Motive um eine Perspektive auf den Ort selbst.

Zur örtlichen Orientierung gehört außerdem die beleuchtete Umgehungsstraße von Savoca. Sie verläuft entlang der Straßen des historischen Zentrums und um das Castello.

Wenn Sie Savoca mit weiteren Zielen vergleichen möchten, finden Sie auch Torrenova, Patti, Spadafora, Militello Rosmarino, Naso, Basicò, Taormina und Castel di Tusa.

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