Vulcano Piano – Natur, Wege und Krater auf Vulcano
Vulcano Piano zeigt eine stille, landschaftlich markante Seite der Insel Vulcano. Der Ort liegt in einer großen, nach Nordwesten offenen und hufeisenförmigen Senke auf etwa 330 Metern Höhe. Von hier aus lassen sich Natur, Wege, geologische Spuren und Ziele an verschiedenen Seiten der Insel miteinander verbinden. Für die Wahl des passenden Standorts ist deshalb besonders interessant, ob Sie vor allem die Landschaft von Piano, Capo Grillo, die Kraterhänge oder die Südseite mit Gelso entdecken möchten.
Eine besondere Pflanzenwelt rund um Piano
In Piano wächst auf Höhen zwischen 350 und 400 Metern über dem Meeresspiegel der endemische Äolische Cytisus. Die seltene Pflanze wird lokal „sgubbio“ genannt und wurde früher für Bauarbeiten verwendet. Damit verbindet sie eine botanische Besonderheit mit einem Stück lokaler Nutzungsgeschichte. Im Gebiet des Passo del Piano gibt es außerdem ausgedehnte Bestände von Zistrosen. Bei Piano wachsen Steineichenwälder, während Capo Grillo nördlich von Vulcano Piano durch ausgedehnte Aufforstungen geprägt ist, vor allem mit Kiefern und Eukalyptusbäumen. Wer bei einem Aufenthalt unterschiedliche Landschaftsbilder vergleichen möchte, findet hier daher nicht nur vulkanisch geprägte Formen, sondern auch Wald- und Buschlandschaften.
Wege nach Capo Grillo, zu den Kraterrändern und nach Gelso
Ein Fußweg führt von Vulcano Piano in nördlicher Richtung nach Capo Grillo. Von der Straße nach Vulcano Piano zweigt außerdem ein Weg ab, der bis zu den Kraterrändern hinaufsteigt. Diese beiden Richtungen machen unterschiedliche Erlebnisse möglich: Im Norden liegen die Aufforstungen von Capo Grillo, während der Weg zu den Kraterrändern die vulkanische Gestalt der Insel in den Mittelpunkt stellt. Die Straße von Vulcano Piano führt auch zur Südseite der Insel und erreicht dort das kleine Dorf Gelso. Gelso ist für seinen Leuchtturm und seinen Strand bekannt.
Scaffidi Bus fährt ganzjährig von Porto di Levante nach Piano und Capo Grillo. Bei der Wahl einer Unterkunft in Vulcano Piano können Sie daher darauf achten, welche dieser Landschafts- und Ausflugsrichtungen für Ihre Reiseplanung im Vordergrund steht, ohne den Ort auf nur eine einzelne Sehenswürdigkeit zu reduzieren.
Historische und kulturelle Spuren
Auch außerhalb der Naturwege gibt es bemerkenswerte Ziele. Die Kirche der Heiligen Schutzengel bei Capo Grillo wurde in den 1930er-Jahren erbaut. Der Gran Cratere La Fossa war Schauplatz des letzten historischen Ausbruchs auf Vulcano, der von 1888 bis 1890 dauerte. In der Grotte Ferlazzo wird seit mehr als zehn Jahren ein lebendiges Krippenspiel gefeiert. So treffen in der Umgebung von Vulcano Piano Landschaftsgeschichte, religiöse Baukultur und eine fortbestehende lokale Tradition aufeinander.
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