Borgetto – Monte Crocevia, Chiesa Madre und Festtraditionen

Borgetto zwischen Bergfuß, Kulturerbe und Festtraditionen

Borgetto liegt am Fuß des Monte Crocevia und eröffnet den Blick auf die Ebene von Partinico sowie auf einen weiten Küstenabschnitt. Damit verbindet der Ort Landschaftseindruck mit einer bemerkenswerten Dichte an kirchlichen, kulinarischen und volkstümlichen Überlieferungen. In der Nähe sind auf dem Monte Crocefia die Reste des Benediktinerklosters Santa Maria delle Ciambre erhalten. Wer Sizilien mit der Familie über konkrete Geschichten, besondere Orte und regionale Traditionen entdecken möchte, findet hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.

Landschaft und Anfahrt zum Santuario

Ein klarer Bezugspunkt für die Orientierung ist das Santuario Maria Ss.ma Addolorata del Romitello. Wenn Sie es von der A29 aus anfahren, können Sie bei Partinico abfahren und der SS186 in Richtung Borgetto 8,3 km nach Südosten folgen. Anschließend nehmen Sie die Ausfahrt Romitello und fahren weitere 4,3 km.

Die Landschaft rund um Borgetto lässt sich dabei mit einem Besuch von Spuren religiöser und regionaler Geschichte verbinden. Auf dem Monte Crocefia stehen die erhaltenen Klosterreste für einen anderen historischen Bezug als die Einrichtungen im Ort; die beiden Berge sollten deshalb nicht miteinander verwechselt werden.

Chiesa Madre und sakrale Kunst

Die Chiesa Madre von Borgetto stammt aus dem 18. Jahrhundert. Sie beherbergt ein weißmarmornes Flachrelief der heiligen Maria Magdalena, das Gagini zugeschrieben wird. Auch die Pfeifenorgel besitzt eine genau benannte Geschichte: Sie wurde 1965 von der Firma Fratelli Ruffatti aus Padua gebaut. Für Ihren Aufenthalt ergibt sich daraus ein kultureller Schwerpunkt, der nicht nur über das Alter des Bauwerks, sondern auch über einzelne Kunst- und Musikelemente zugänglich wird.

Feste im Jahreslauf und die Tradition der Virgineddi

Mehrere Termine prägen den überlieferten Festkalender von Borgetto. Im Sommer findet die „Sagra del limone“ statt, im Herbst die „Sagra dell’uva“. Die „Cene di San Giuseppe“ finden jedes Jahr am 18. und 19. März statt. Die „Sagra ri Virgineddi“ ist für Borgetto als traditionelle volkstümliche Veranstaltung überliefert. Wer den Reisezeitpunkt nach regionalen Festen auswählen möchte, kann diese unterschiedlichen saisonalen Bezüge getrennt betrachten, statt sie zu einem einzigen Ereignis zusammenzufassen.

Hinter den Virgineddi steht außerdem eine eigene kulinarische Überlieferung. Das Gericht bestand aus Saubohnen und hausgemachter, aus Mehl hergestellter breiter Bandnudel. Diese wurde als „fagghiarini“ bezeichnet und mit einem großen Messer in kleine Stücke geschnitten, die „tagghiarini“ genannt wurden. Die Virgineddi wurden im Freien oder am Santuario Maria Ss.ma Addolorata del Romitello gekocht und an arme Kinder verteilt; bei Bedarf aßen sie auch die Anwesenden, und Verwandte und Freunde aßen manche Portion aus Andacht. Damit wird eine Speise nicht nur über ihre Zutaten, sondern auch über ihre soziale und religiöse Verwendung verständlich.

Welcher Aufenthaltsschwerpunkt passt zu Ihnen?

Bei der Suche nach einer Unterkunft in Borgetto können Sie deshalb danach unterscheiden, ob Sie vor allem die Chiesa Madre und ihre Kunst, die Landschaft am Monte Crocevia, die Anfahrt zum Santuario oder einen bestimmten Festtermin in den Mittelpunkt stellen möchten. Die genannten Orte und Traditionen führen zu unterschiedlichen Arten, den Ort zu entdecken: über Landschaft, Baugeschichte, Musik, saisonale Feste oder eine regional überlieferte Speise.

Für die weitere Suche nach passenden Zielen finden Sie hier auch Collesano, Marineo, Capaci, San Nicola l'Arena, Gibilmanna, Bompietro, Piana Degli Albanesi und Corleone.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Palermo.

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