Yachthäfen Südküste von Sizilien
Die Südküste Siziliens verbindet kleine Fischerdörfer, historische Hafenstädte und größere Marinas für die Sportschifffahrt. Von Porto Palo di Menfi über Sciacca und San Leone bis nach Licata und Marina di Ragusa verändern sich sowohl der Charakter der Häfen als auch die Landschaft an Land. Hafen und Ort zusammen betrachtet, zeigen sich Etappen mit Dorfgeschichte, Fischereitradition, Küstenlandschaft oder bedeutenden Kulturstätten im Hinterland.
Porto Palo di Menfi und die Küste von Menfi
Der Hafen liegt in Porto Palo, einem alten Seefahrerdorf in der Mitte einer weiten Bucht im Gemeindegebiet von Menfi. Das kleine Hafenbecken dient Freizeitbooten und einer begrenzten Zahl kleiner Fischerboote. Über dem Hafen erhebt sich ein Wachturm aus dem Jahr 1583; der helle Sandstrand und die erhaltene Bebauung des alten Dorfes geben dem Ort seinen Charakter. Westlich davon reicht die Küstenlandschaft bis zur Mündung des Belice. Das Schutzgebiet dort umfasst Dünen, Feuchtgebiete und mediterrane Vegetation.
Sciacca: Hafenstadt mit langer maritimer Geschichte
Der Hafen von Sciacca ist eng mit der Stadtentwicklung verbunden. Schon in griechischer und römischer Zeit wurde der natürliche Anlaufpunkt für Fischerei und Handel genutzt. Im Mittelalter gewann der Hafen für Landwirtschaft, Fischerei und Küstenhandel an Bedeutung; später entwickelte sich Sciacca zu einem wichtigen Fischereizentrum der Insel. Fischerei und Sportschifffahrt gehören bis heute zum Hafenbild. Die Marina und die Altstadt liegen nahe beieinander. Auch die warmen Quellen prägen die Geschichte von Sciacca.
San Leone, Porto Empedocle und Licata
San Leone liegt an der Küste Agrigentos und besitzt einen touristischen Hafen. Porto Empedocle ist eine eigenständige Küstenstadt mit eigenem Hafen. Dieser diente lange als Seezugang für das Agrigento-Hinterland; besonders der Getreideexport prägte seine Rolle. Von den Hafenorten führt der Weg zu den Kulturstätten im Hinterland von Agrigent. Weiter östlich liegt die Marina di Cala del Sole in Licata mit 394 Liegeplätzen für Boote bis 70 Meter. Wasser ist an allen Stegen verfügbar; der Betreiber nennt Anlegeassistenz rund um die Uhr. Küste und historisches Zentrum von Licata liegen nahe der Marina.
Marina di Ragusa
Am südöstlichen Abschnitt der Küste liegt Marina di Ragusa. Die Betreiberangabe nennt eine Wassertiefe von 2,5 bis 5 Metern und sandigen Grund. Im Landesinneren liegt die Stadt Ragusa, ein eigener kultureller Anlaufpunkt der Region.