Biancavilla – Kirchen, Schiumone und Radrouten im Sistema Etna

Biancavilla verbindet Wege in die Landschaft des Ätna mit einer bemerkenswerten sakralen Geschichte und eigenen kulinarischen Traditionen. Wenn Sie für Ihre Sizilienreise Natur, Kultur und lokale Besonderheiten miteinander verbinden möchten, bietet der Ort mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte: Radrouten durch den Parco dell’Etna, Kirchen aus dem 17. Jahrhundert, festliche Bräuche und die traditionelle Süßspeise Schiumone.

Zwischen Sistema Etna und Radrouten

Das Gebiet von Biancavilla gehört vollständig zum „Sistema Etna“. Biancavilla wird außerdem als drittes Zugangstor zum Ätna bezeichnet und trägt den Beinamen „La porta del sole“. Diese Bezeichnung gehört zur überlieferten Charakterisierung des Ortes und beschreibt seine Verbindung zur Ätna-Landschaft.

Von Biancavilla führen Wege zur Pista Altomontana und zum Rifugio Monte Scala. Zusätzlich ist Biancavilla Ausgangspunkt für aussichtsreiche Radrouten, die durch den Parco dell’Etna führen. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich damit unterschiedliche Möglichkeiten: Sie können den Ort als Ausgangspunkt für eine aktive Erkundung wählen oder den landschaftlichen Bezug mit kulturellen Besichtigungen im Ort verbinden. Die beiden genannten Ziele – Pista Altomontana und Rifugio Monte Scala – markieren dabei eigene Wegbezüge und sollten nicht als ein gemeinsamer Ort verstanden werden.

Kirchen und Kunst aus mehreren Jahrhunderten

Die Basilica Collegiata Pontificia Minore Santuario Santa Maria dell’Elemosina ist der Schutzpatronin von Biancavilla gewidmet. Ein weiterer historischer Bezugspunkt ist die Kirche Beata Maria Vergine dell’Angelo Annunziata. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut und 1604 vom Bischof von Catania gesegnet. Ihr Grundriss umfasst drei Schiffe, die durch vier Joche gegliedert sind. Im Innenraum befinden sich Gemälde von Giuseppe Tamo da Brescia.

Auch die Kirche Santa Maria della Mercede führt in das 17. Jahrhundert zurück: Sie wurde von den Mercedariern erbaut. Ihre Außenarchitektur gilt als Beispiel für die kleinere sizilianische Barockarchitektur. Ein anderes künstlerisches Detail erwartet Sie im Kloster San Francesco. Dort ist der Kreuzgang vollständig mit Gemälden aus dem 18. Jahrhundert von Giuseppe Tamo da Brescia ausgemalt. Wer sakrale Räume nicht nur über ihr Alter, sondern auch über Grundriss, Ausstattung und architektonische Einordnung kennenlernen möchte, findet in Biancavilla mehrere unterschiedliche Beispiele.

Schiumone und gelebte Tradition

Zu den eigenen kulinarischen Kennzeichen Biancavillas gehört Schiumone, auf Sizilianisch „u scumuni“. Die traditionelle Süßspeise ist ein Halbgefrorenes mit einer äußeren Schicht Schokoladeneis und einer schaumigen Zabaglione-Füllung auf Eierbasis. Damit steht neben den Kirchen und Landschaftswegen auch eine konkrete lokale Spezialität für die Eigenart des Ortes.

Das Fest Maria SS. dell’Elemosina wird am letzten Sonntag im August sowie am 3. und 4. Oktober gefeiert. Während der Patronatsfeierlichkeiten im Oktober lässt außerdem die historische Arbëreshë-Aufführung die Ursprünge Biancavillas wiederaufleben. Die Termine und die Aufführung geben Ihrem Aufenthalt einen kulturellen Bezug, sofern Sie Biancavilla zu diesen Zeitpunkten besuchen.

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