Scordia zwischen Kultur und sizilianischen Festen
Unterkünfte in Scordia
Scordia zwischen Museum, Kirchen und Festtraditionen
Scordia ist ein sizilianisches Reiseziel für alle, die Kultur nicht nur in großen Sehenswürdigkeiten, sondern auch in überlieferten Festen, religiösen Kunstwerken und der lokalen Esskultur entdecken möchten. Historische Kirchen, ein Museum zum bäuerlichen Alltag und Prozessionen mit jahrhundertealten Statuen geben dem Ort ein besonders anschauliches Profil. Wenn Sie eine Unterkunft in Scordia suchen, finden Sie hier daher mehrere Zugänge zu einer Reise, die Geschichte, Glauben und kulinarische Tradition miteinander verbindet.
Alltagsgeschichte im Palazzo vecchio Majorana
Ein guter Ausgangspunkt für die Ortsgeschichte ist das Museo Civico Etno-Antropologico e Archivio Storico “Mario De Mauro”. Die historische Sammlung zeigt Gegenstände aus dem bäuerlichen Leben und aus dem Alltag der sizilianischen Bevölkerung. Dadurch richtet sich der Blick nicht nur auf einzelne Kunstwerke oder repräsentative Gebäude, sondern auch auf die Lebenswelt, in der sich die Geschichte der Region entwickelt hat.
Der Zugang zum Museo Civico Etno-Antropologico e Archivio Storico “Mario De Mauro” befindet sich im Erdgeschoss des Palazzo vecchio Majorana. Diese Verbindung von Sammlung und historischem Gebäude macht den Museumsbesuch zu einer kompakten Begegnung mit Scordias Vergangenheit.
Kirchen mit Kunst und bewegter Geschichte
Im Stadtzentrum steht die Chiesa di San Giuseppe. Ihr neoklassizistisches Gebäude wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts in mehreren Bauphasen errichtet. Im Inneren befinden sich Holzskulpturen und Gemälde. Einige Werke, darunter die Madonna degli Ammalati und eine Sacra Famiglia, stammen vom aus Scordia stammenden Maler Giuseppe Barchitta (1874–1959).
Eine andere historische Spur führt zur Chiesa Sant’Antonio. Sie wurde 1644 auf Initiative des Fürsten von Scordia, Antonio Branciforte, errichtet. Dort befindet sich eine lebensgroße Holzstatue des Cristo alla Colonna aus dem Jahr 1739. Für kulturinteressierte Reisende entsteht so ein klarer Unterschied zwischen der neoklassizistischen Chiesa di San Giuseppe und dem älteren sakralen Bestand der Chiesa Sant’Antonio.
Auch die Chiesa Madre di San Rocco erzählt von Aufbau und Verlust. Sie wurde 1628 errichtet, durch das Erdbeben von 1693 vollständig zerstört, wiederaufgebaut und 1712 wieder für den Gottesdienst geöffnet. Ihre Geschichte macht sichtbar, wie eng das religiöse Erbe Scordias mit den historischen Umbrüchen Siziliens verbunden ist.
Prozessionen prägen den Festkalender
Die religiösen Traditionen von Scordia sind nicht auf die Kirchenräume beschränkt. Das Festa di San Giuseppe am 19. März eröffnet in Scordia den Zyklus der Frühlingsfeste. Zu diesem Fest gehört eine Prozession reich geschmückter Pferde, die Gaben zur Heiligen Familie bringen.
Weitere feste Termine geben dem Ort einen ausgeprägten Jahresrhythmus. Die lebensgroße Statue des Cristo alla Colonna wird am Abend des Karmittwochs in einer feierlichen Prozession getragen. Die jahrhundertealte Holzstatue des San Rocco wird jedes Jahr am 16. August in einer Prozession getragen. Wer seine Reise an solchen Festtagen ausrichtet, erlebt Scordias religiöse Bildwelt in ihrer öffentlichen Form.
Eine Spezialität mit langer Geschichte
Zur lokalen Identität gehört außerdem die Scacciata Scordiense. Sie entstand als bäuerliches Arme-Leute-Gericht und gehört seit mehr als 300 Jahren, besonders zu Festzeiten, zur Esskultur von Scordia. Damit ergänzt eine kulinarische Tradition die historischen und religiösen Eindrücke des Ortes um einen Geschmack, der fest mit seiner Geschichte verbunden ist.
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