Isola Delle Femmine
Unterkünfte in Isola Delle Femmine
Isola Delle Femmine verbindet eine geschützte Meereslandschaft mit Spuren sizilianischer Geschichte und einer bis heute präsenten Fischereikultur. Wer eine Unterkunft für eine abwechslungsreiche Reise sucht, findet hier unterschiedliche Anlässe für die Tagesplanung: Naturbeobachtungen, historische Türme, Bootserlebnisse, einen morgendlichen Fischmarkt und traditionelle Feste liegen als Themen der Reise nebeneinander.
Naturreservat und besondere Küstenlandschaft
Die Riserva Naturale Isola delle Femmine ist etwa 15 Hektar groß und vollständig als Zone A ausgewiesen. Zur Vegetation des Schutzgebiets gehören mehr als 120 Arten der mediterranen Garrigue. Im Meeresschutzgebiet Capo Gallo–Isola delle Femmine befindet sich an den felsigen Küsten außerdem ein Vermetidenpflaster. Es wird von Kolonien der kleinen Molluskenart Dendropoma petraeum gebildet. Diese Details geben der Küstenlandschaft einen eigenen Charakter und machen sie für Reisende interessant, die neben klassischen Ortsbesichtigungen auch natürliche Lebensräume kennenlernen möchten.
Unterwassererlebnisse vom Hafen aus
In den Gewässern von Isola delle Femmine hat die Soprintendenza del Mare der Region Sizilien drei archäologische Unterwasser-Routen eingerichtet. Die östliche Route ist vom Hafen von Isola delle Femmine aus in fünf Minuten Bootsfahrt erreichbar. Eine weitere Perspektive bietet EXPLORA mit einer Fahrt im Glasbodenboot, bei der Besucher das Unterwasserleben betrachten können.
Auch ein ungewöhnliches historisches Ziel liegt unter der Wasseroberfläche: In Zone C des Meeresparks kann in 46 Metern Tiefe das Wrack eines dreimotorigen Flugzeugs vom Typ Junkers Ju-52 besucht werden. Damit lässt sich die Unterwasserwelt je nach gewünschtem Reiseerlebnis aus dem Boot heraus oder mit einem archäologischen Schwerpunkt entdecken.
Türme, Heiligtum und maritime Geschichte
Die Torre in terra, auch Torre di Capaci genannt, ist ein runder Küstenwehrturm aus dem 15. Jahrhundert. Ihr unteres Geschoss diente als Zisterne. Auf dem vorgelagerten Inselchen wurde die Torre di Fuori vom Militärarchitekten C. Camilliani entworfen und Ende des 16. Jahrhunderts mit zwei Zisternen für Regenwasser errichtet. Eine Tonnara in Isola delle Femmine ist für das Jahr 1176 durch ihre Schenkung an den Bischof von Monreale belegt.
Zur örtlichen Geschichte gehört außerdem die Fischerei, insbesondere der Lampuga-Fang mit traditionellen schwimmenden Plattformen, den „cannizzi“. Einen aktuellen Einblick in die maritime Alltagskultur bietet der Fischmarkt am Hafen: Dort können Besucher jeden Morgen frischen Fisch kaufen, der von den Fischern angelandet wird. Das Santuario della Madonna delle Grazie wurde 1995 als Heiligtum geweiht. Beim Fest der Madonna delle Grazie wird jedes Jahr vom 2. Juli bis zum darauffolgenden Sonntag gefeiert; zum Programm gehört eine Prozession durch den Ort.
Unterkunft nach dem gewünschten Reisethema wählen
Die passende Unterkunft richtet sich hier vor allem danach, welcher Teil von Isola delle Femmine im Mittelpunkt stehen soll. Für eine Reise mit Natur- und Meeresschwerpunkt bieten das Schutzgebiet, die Felsenküste und die Unterwasser-Routen konkrete Anknüpfungspunkte. Wer sich stärker für Geschichte interessiert, kann die Türme, die Tonnara und das Heiligtum in die Planung aufnehmen. Der Hafen verbindet dabei Fischmarkt und Bootserlebnisse als eigenständige Themen. Für die Insel der Riserva Naturale Isola delle Femmine ist Palermo als Ausgangspunkt relevant, denn sie ist von dort aus per Fähre erreichbar.
Für die weitere Sizilien-Recherche können Sie außerdem Caculla, Bompietro, Trabia, Pioppo, Piana Degli Albanesi, Villafrati, Cinisi und Palazzo Adriano vergleichen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Palermo.