Monterosso Almo entdecken

Monterosso Almo verbindet sakrale Kunst, eine weit zurückreichende Geschichte und charaktervolle kulinarische Traditionen. Wer eine Unterkunft in diesem sizilianischen Ort sucht, findet damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung: barocke Kirchen, die archäologische Vergangenheit von Monte Casasia, Feste im Jahreslauf und Spezialitäten, die eng mit dem Ort verbunden sind.

Barocke Kirchen und besondere Ortsgeschichte

Die Basilica San Giovanni Battista zeigt im Inneren drei Schiffe, Marmoraltäre, Fresken und typische barocke Dekorationen. Sie gilt als elegantes Beispiel des sizilianischen Barocks und ist für ihre solare Ausrichtung bekannt: Am 24. Juni wird der Heilige durch diese Ausrichtung beleuchtet. Dadurch erhält der Kirchenbau neben seiner Ausstattung auch ein präzise beschriebenes architektonisches Merkmal.

Eine andere historische Akzentsetzung bietet die Chiesa Madre Maria SS. Assunta. Sie wurde nach dem Erdbeben von 1693 im neugotischen Stil wiederaufgebaut. Im Stadtmuseum im Palazzo Cocuzza werden archäologische Funde aus Monte Casasia bewahrt. Die Casa Museo di Suor Rosa Roccuzzo erzählt vom Leben und Wirken der Ordensfrau, die in diesem Haus geboren wurde und dort in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts lebte. Zugleich vermittelt sie einen Einblick in das damalige Sizilien.

Monte Casasia und der Parco Forestale Canalazzo

Monte Casasia führt weit zurück in die Geschichte der Insel. Die Siedlung und Nekropole bilden eine befestigte Höhensiedlung sikulischen Ursprungs. Sie wurde bereits zu Beginn der Eisenzeit im 10.–9. Jahrhundert v. Chr. genutzt und blühte vor allem im 7.–6. Jahrhundert v. Chr. auf. Die Nekropole von Monte Casasia liegt im Parco Forestale Canalazzo.

Der Parco Forestale Canalazzo, auch Parco Canalazzo oder Bosco di Canalazzo genannt, ist als naturkundliches und archäologisches Gebiet im Gemeindegebiet von Monterosso Almo bezeichnet. Für die Reiseentscheidung ergibt sich daraus ein klarer Unterschied zu den Kirchen und Museen: Hier steht die Verbindung von Landschaftsraum und archäologischer Geschichte im Mittelpunkt, während die Bauwerke im Ort Kunst, Glauben und jüngere Erinnerung sichtbar machen.

Feste, Brot und Mandelsüßigkeiten

Die Festa di San Giovanni wird in Monterosso Almo am ersten Sonntag im September gefeiert. Zu ihr gehören zwei Prozessionen; das Simulakrum des Heiligen wird auf einer „vara“ auf den Schultern getragen. Vom 25. Dezember bis zum 6. Januar findet in den Gassen des Quartiere Matrice das Presepe Vivente statt. Dabei werden alte Handwerke nachgestellt.

Auch die lokale Küche bietet konkrete Gründe, Monterosso Almo näher kennenzulernen. Zur Brotkultur gehören Hartteigbrot und „u scacciuni“. Warm wird „u scacciuni“ mit Öl, Oregano und „cappuliatu“ aus sonnengetrockneten Tomaten verfeinert. Bei den lokalen Mandelsüßigkeiten stehen „i marmarati“ und „i maretti“ für eine eigene Tradition; „i maretti“ werden ausschließlich aus Mandeln hergestellt. Die Sagra dei Cavatieddi findet auf der Piazza Sant’Antonio als jährlich wiederkehrende Veranstaltung statt. Dort können Besucher Cavatieddi al sugo und andere typische Spezialitäten probieren.

Weitere Orte für Ihre Recherche

Wenn Sie Ihre Suche auf weitere Ortsseiten ausdehnen möchten, finden Sie auch Modica, Acate, Pietre Nere San Zagaria, Caucana-Finaiti-Casuzze-Finaiti N., Comiso, Gilestra Ii, Cimillà und Balata di Modica.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ragusa.

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