Plemmirio – Küste, Meeresschutzgebiet und historische Spuren
Plemmirio verbindet eine von Wind und Wasser geformte Küste mit kleinen Buchten, natürlichen Salzwasserbecken und einer vielschichtigen Geschichte. Das Meeresschutzgebiet umfasst etwa 15 Kilometer Küste mit kleinen sandigen Buchten zwischen felsigen Uferabschnitten. Für Ihre Reiseplanung entsteht daraus ein Ort mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Im Norden prägen aktive Klippen und Felsen das Ufer, während die südliche Küste natürliche Salzwasserbecken sowie kleine Kiesel- und Sandstrände umfasst.
Küste und Meeresschutz
Das Meeresschutzgebiet Plemmirio ist als besonders geschütztes Gebiet von mediterraner Bedeutung (ASPIM) ausgewiesen. Außerdem wurde es in die Liste des regionalen Aktivitätszentrums für besonders geschützte Gebiete (CAR/ASP) des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) aufgenommen. Diese Bezeichnungen gehören ebenso zum Charakter des Ortes wie die sichtbaren Unterschiede zwischen felsigen Küstenabschnitten, kleinen sandigen Buchten und den natürlichen Becken im Süden.
Ausgeschilderte Zugänge in Plemmirio weisen Wege zum Meer aus; einige davon sind für Menschen mit Behinderungen geeignet. Das Minareto di Punta Castelluccio verfügt über einen Zugang für Menschen mit Behinderungen. Der Zugang 27 in Plemmirio gilt als geeigneter Ort zum Schnorcheln und Tauchen. Damit lassen sich bei der Auswahl einzelner Küstenabschnitte unterschiedliche Formen des Meeraufenthalts berücksichtigen, ohne die Landschaft auf einen einzigen Küstentyp zu reduzieren.
Unterwasserreviere und Zone A
Plemmirio verfügt über zehn Einstiege zu den Unterwasserrevieren für Tauchgänge. In der besonders geschützten und stärker reglementierten Zone A von Plemmirio sind Tauchgänge mit akkreditierten Tauchzentren möglich. Beim Tauchen in Plemmirio können Sie Barrakudas, Zackenbarsche, Corvinen, Nacktschnecken und Madreporen beobachten. Die Unterwasserwelt ist damit nicht nur durch ihre Zugänge und Schutzregelungen geprägt, sondern auch durch eine benannte Vielfalt an Meerestieren und Organismen.
Archäologische und historische Spuren
Entlang der Küste von Plemmirio befinden sich sechs griechische Latomien, die das frühere Vorstadtviertel Plemmyriom bezeugen. In Punta della Mola befindet sich außerdem eine bronzezeitliche Nekropole mit Spuren eines dazugehörigen Dorfes. Die Grotta Pellegrina wurde als Zufluchtsort des prähistorischen Menschen identifiziert. Diese Orte stehen für unterschiedliche historische Epochen, ohne dass ihre Bedeutung auf eine einzige Zeitstufe begrenzt wäre.
Auch die jüngere Geschichte ist in der Landschaft präsent: In Punta della Mola und am Capo Murro di Porco befinden sich ausgedehnte unterirdische Tunnelsysteme, die im Zweiten Weltkrieg als Luftabwehrstellungen genutzt wurden. Auf dem Unterwasserpfad von Plemmirio können große, quadratische Steingewichte besichtigt werden. Sie dienten früher als Gewichte für die Netze der nahe gelegenen Thunfischfanganlage Terrauzza.
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