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Arabisch-normannisches Palermo und die Kathedralen von Cefalù und Monreale

Das UNESCO-Welterbe Arabisch-Normannisches Palermo und die Kathedralen von Cefalù und Monreale ist eine serielle Kulturstätte aus neun religiösen und zivilen Bauwerken. Sie verteilen sich auf Palermo sowie die Kathedralen von Cefalù und Monreale. Entstanden sind sie in der Zeit des normannischen Königreichs Sizilien von 1130 bis 1194. Gemeinsam zeigen die Bauwerke, wie unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und Kunsttraditionen im mittelalterlichen Sizilien zusammenwirkten.

Kathedrale von Palermo bei Abenddämmerung mit Statuen im Vordergrund Die beleuchtete Kathedrale von Palermo erhebt sich bei Abenddämmerung hinter Statuen und parkenden Autos. Foto: Dmitriy Zuev

Neun Bauwerke an drei Orten

In Palermo gehören der Normannenpalast mit der Cappella Palatina, der Palazzo della Zisa, die Kathedrale, die Kirchen San Giovanni degli Eremiti, Santa Maria dell’Ammiraglio und San Cataldo sowie die Ponte dell’Ammiraglio zum Welterbe. Außerhalb der Stadt ergänzen die Kathedralen von Cefalù und Monreale die Serie.

Ein vielschichtiger architektonischer Ausdruck

UNESCO beschreibt das Ensemble als Austausch westlicher, islamischer und byzantinischer Architektur- und Kunsttraditionen. Zu den sichtbaren Merkmalen zählen umfangreiche Mosaiken aus einzelnen Stein- und Glasstücken, opus-sectile-Böden aus zugeschnittenen Steinen, Intarsien, Skulpturen, Malereien und Ausstattungsarbeiten. Solche Techniken gestalten nicht nur Oberflächen, sondern verbinden Bildprogramme mit Raum und Bauform.

Die UNESCO-Einschreibung erfolgte 2015. Die bauliche und künstlerische Synthese wirkte über Sizilien hinaus: Sie beeinflusste die Architektur an der tyrrhenischen Seite Süditaliens und verbreitete sich im mittelalterlichen Mittelmeerraum. Die Vielfalt der Bauaufgaben und Kunstformen belegt den Kontakt muslimischer, byzantinischer, lateinischer, jüdischer, lombardischer und französischer Gruppen in der Zeit des Königreichs.

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Besuch und Einordnung

Die Bestandteile liegen in Palermo, Monreale und Cefalù. Ortsbezüge vertiefen die Porträts von Palermo und Monreale; die Übersicht UNESCO-Stätten auf Sizilien ordnet das Ensemble in das Welterbe der Insel ein.

Als serielle Stätte macht das Ensemble die Verbindung unterschiedlicher Bauaufgaben und künstlerischer Traditionen im normannischen Königreich nachvollziehbar. Die Cappella Palatina gehört zum königlichen Palast; die Zisa ist ein weiterer Palastbau. Neben Kirchen und Kathedralen schließt die Admiralbrücke auch ein ziviles Ingenieurbauwerk ein. Die auf Mosaiken und Steinböden eingesetzten kleinteiligen Werkstoffe zeigen, wie Ausstattung und Gebäuderaum zusammenwirken. Opus sectile bezeichnet dabei Böden und Wandflächen, deren Muster aus zugeschnittenen Stein- oder Marmorstücken zusammengesetzt sind.