Lipari – Vulkanlandschaft und Archäologie im Äolischen Archipel
Unterkünfte in Lipari
Lipari verbindet eine eindrucksvolle Vulkanlandschaft mit archäologischen Stätten, Museen, Stränden und einer gut zu Fuß erkundbaren Ortsmitte. Die Insel ist eine der sieben Inseln des Äolischen Archipels. Der Archipel wurde im Jahr 2000 wegen des Aufbaus und der Zerstörung vulkanischer Inseln sowie anhaltender vulkanischer Phänomene als UNESCO-Welterbestätte eingetragen.
Vulkanische Landschaften und Strände
Am nordöstlichen Ende Liparis liegt der Monte Pelato. Er ist ein Vulkan, aus dem Obsidian eruptiert wurde – schwarzes vulkanisches Glas. Die intensive vulkanische Aktivität führte außerdem zur Entstehung von Bimssteinvorkommen, die heute industriell genutzt werden. Eine weitere geologische Besonderheit erleben Sie an den Wänden der Cave di Caolino: Der Weg führt an einem weiterhin aktiven Fumarolenfeld vorbei. Frühere Fumarolen haben durch Veränderungen des Gesteins auffällige Farbmuster hervorgebracht.
Auch die Küste zeigt unterschiedliche Seiten der Insel. Der Strand von Canneto bietet blaues Meer, einen Mix aus Sand und Kies sowie Meeresböden, die zum Erkunden einladen. Papesca, auch Spiaggia Bianca genannt, ist durch das Vorkommen von Bimsstein geprägt. Die Thermalanlage Terme di San Calogero umfasst ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert neben einer kleinen Tholos, die als eine der ältesten bekannten Thermalanlagen gilt.
Archäologie, Museen und das Castello
Der Parco Archeologico della Contrada Diana erstreckt sich über eine weite Ebene, die im Osten an das heutige historische Zentrum von Lipari grenzt. Innerhalb der Befestigung sind römische Wohnräume sichtbar, die im 2. Jahrhundert n. Chr. auf älteren Hausresten errichtet wurden. Außerdem ist dort ein etwa 50 Meter langer Abschnitt der griechischen Stadtmauer zu sehen. Die Nekropole von Lipari wurde vom Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. bis zum 2. Jahrhundert n. Chr. genutzt. Bei den seit 1948 durchgeführten Ausgrabungen wurden bislang mehr als 2.500 Gräber freigelegt.
Das Museo Diocesano di Lipari verfügt über sechs Räume, die jeweils dem Gedenken an einen Bischof gewidmet sind. Gezeigt werden Werke und Sammlungen aus den Kirchen der Äolischen Inseln ab dem Jahr 1500. Das Museo Archeologico Regionale Eoliano Bernabò Brea verfügt über sechs Pavillons mit Abteilungen zur Vorgeschichte, Epigraphik, den kleineren Inseln, der Klassik, Vulkanologie und Quartärpaläontologie. Anhand der ausgestellten Fundkomplexe dokumentiert es die menschlichen Siedlungen und die Entwicklung aufeinanderfolgender Kulturen im Äolischen Archipel von der Vorgeschichte bis an die Schwelle zur Neuzeit.
Das Castello di Lipari liegt in einer weiten Bucht an der Ostküste der Insel. Es war ab der Jungsteinzeit, also seit etwa 6.000 Jahren, bis in die Neuzeit bewohnt. Sein heutiges Erscheinungsbild geht auf starke spanische Befestigungen zurück, die Karl V. um 1560 um den Felsen errichten ließ. Die dem heiligen Bartholomäus geweihte Abteikirche mit angrenzendem Kloster wurde 1131 zur Kathedrale.
Inselrunde und Orientierung für Ihre Reise
Eine rund 40 Kilometer lange Inselrunde kann mit dem Motorroller oder dem Fahrrad erkundet werden. Lipari verfügt über ein Straßennetz von mehr als 50 Kilometern sowie eine etwa 35 Kilometer lange, reizvolle Ringstraße entlang der Insel.
Das Zentrum von Lipari ist größtenteils Fußgängerzone. Restaurants, die Hauptstraße, das Castello und die Anlegestellen sind zu Fuß gut erreichbar. Der Ausflug Cave di Caolino–San Calogero dauert 3 bis 4 Stunden und hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad. So lassen sich ein geologischer Weg und die historischen Thermalanlagen zu einem eigenständigen Ausflug verbinden, ohne weitere Sehenswürdigkeiten hinzuzufügen.
Für die weitere Orientierung auf Sizilien können Sie außerdem Ficarra, Campogrande, Mongiove, Faro Superiore, Ginostra, Malfa, Castel di Lucio und Piraino vergleichen.
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