Ferla entdecken: Kirchen, Feste und die Landschaft der Monti Iblei
Ferla verbindet eindrucksvolle Kirchen, lebendige Festtraditionen und die charakteristische Landschaft der Monti Iblei. Zwischen Olivenbäumen, Johannisbrot- und Mandelbäumen, Weinbergen sowie Trockenmauern entsteht ein Reiseziel, das kulturelle Entdeckungen mit Ausflügen in die Natur und regionalen Genüssen verbindet. Je nach Reisezeit erleben Sie religiöse Bräuche, sommerliche Veranstaltungen oder Musik unter freiem Himmel.
Kirchen mit unterschiedlichen architektonischen Geschichten
Die Chiesa della Madonna del Carmine aus dem 18. Jahrhundert wurde am Beginn des neuen Stadtverlaufs nach einem in Ostsizilien verbreiteten und in den Ibleischen Zentren besonders häufigen typologischen Schema errichtet. Ihre turmartige Fassade ist in zwei architektonische Ordnungen gegliedert: eine dorische und eine ionische. Die Kirche ist für Menschen mit Behinderungen zugänglich.
Die Chiesa di San Sebastiano lässt sich vom als „i quattro canti“ bekannten Ortszentrum aus zu Fuß erreichen. Ausgangspunkt ist die Kreuzung von Via Umberto und Via Vittorio Emanuele. Von dort folgen Sie der Via Vittorio Emanuele 230 Meter in südlicher Richtung bis zur Höhe des Hauses Nr. 20; der Weg dauert etwa vier Minuten.
Die Chiesa di Sant’Antonio besitzt einen Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes, der unmittelbar nach dem Erdbeben von 1693 entworfen wurde. In der oktogonalen Kuppel befindet sich ein zentrales Fresko, das den Triumph des heiligen Antonius darstellt und von Crestadoro stammt. Friese, weitere Fresken und Stuck ergänzen die Gestaltung der Kuppel. In der Chiesa di Santa Maria di Gesù befindet sich außerdem ein wertvolles Holzkruzifix von Giovanni Pintorno da Petralia Soprana, auch Frate Umile genannt, das 1633 geschaffen wurde.
Landschaft und Wege durch die Monti Iblei
Die Umgebung von Ferla zeigt eine landwirtschaftlich geprägte Ibleische Landschaft. Oliven, Johannisbrot und Mandeln stehen neben Weinbergen; Trockenmauern strukturieren das Bild. Für eine aktivere Erkundung führt die 30. Etappe der Antica Trasversale Sicula von Ferla nach Sortino durch das Herz der Monti Iblei. Die Etappe verläuft am bedeutenden Siedlungsplatz Pantalica entlang und folgt teilweise der Trazzera, die von Ferla nach Pedagaggi führte. Damit treffen auf derselben Route Landschaft, historische Siedlungsspuren und eine überlieferte Verbindung zwischen Orten aufeinander.
Ferla ist von Siracusa aus mit dem Bus erreichbar.
Feste und Veranstaltungen im Jahreslauf
Am Ostersonntagmittag feiert Ferla u Scontru, das Zusammentreffen der Statuen der Mutter und des auferstandenen Sohnes. Das Fest San Sebastiano findet am 20. Juli statt. Im August folgt Cardacia, eine sommerliche Variante des sizilianischen Karnevals mit Tänzen, allegorischen Wagen und maskierten Gruppen. Ende August bis Anfang September findet Lithos auf der Freitreppe des Kapuzinerklosters statt. Die nationale Veranstaltungsreihe widmet sich populärer, akustischer und zeitgenössischer Musik. Die Termine stehen damit für deutlich verschiedene Reiseanlässe: religiös geprägtes Brauchtum, ein festes Julidatum, ein farbenreiches Augustereignis und Musik zum Übergang vom Sommer in den Frühherbst.
Produkte aus der Ibleischen Gegend
Zur regionalen Seite Ferlas gehören typische Produkte der Ibleischen Gegend. Probieren können Sie unter anderem Olivenöl, schwarze und grüne Oliven, Käse, Pilze, Wurst und Wurstwaren sowie Haselnüsse und Mandeln. Diese Auswahl ergänzt die Kirchen, Feste und Wege um eine kulinarische Perspektive auf die Umgebung.
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